Homepage wieder Online

Hallo Leute,

nach langer Offline Zeit der Homepage ist diese jetzt endlich wieder Online. Die lange Offline Zeit wurde durch einen Datencrash mit gleichzeitigen Serverumzug verursacht. Mit dem Neuaufbau wird auch ein neues Erscheinungsbild der Seite einhergehen. Also nicht wundern wenn sich das Aussehen in den nächsten Tagen oder Wochen noch ab und zu ändert.

Gruß Euer Admin

David-Catalin Bejenaru sichert sich den Deutschen Meistertitel im Boxen

David-Catalin Bejenaru (13) sichert sich den Deutschen Meistertitel im Boxen.

13 Jahre jung und schon Deutscher Meister im Boxen! David-Catalin Bejenaru aus Altenessen-Süd, der im Trikot des BC Vogelheim startet, holte sich in Lindow/Mark Brandenburg den Mittelgewichtstitel (75 kg) der Ul5 und wurde mit „Rocky, Rocky“-Rufen gefeiert.
Fast tägliches Training haben ihm seine Trainer Franz-Josef Stahlschmidt, der frühere zweimalige Deutsche Juniorenmeister des BC Steele und Alexander Müller, einst Spitzenboxer aüs der Ukraine, verordnet. David ist begeistert und wird bei seiner tatkräftigen Trainingsarbeit für sein liebstes Hobby Boxen, von seinem Papa unterstützt.
Catalin Bejenaru, der Senior, ist vorbelastet: Als Ringer kämpfte er fast 50 mal im Nationaldress Rumäniens, wurde bei Europameisterschaften einmal „Vize“, einmal gabs Bronze. Sein Traum: „David soll sich durchboxen und Europameister werden…“.
„Bis dahin ist es noch ein weiter, steiniger Weg“, bremst Chefcoach Stahlschmidt, der auch Vorsitzender des BCV ist, die Euphorie. „David ist jung, kampfstark und talentiert, hat aber noch einige Jahre Zeit, große Ziele anzustreben! Wir hoffen, dass er trotz seines Erfolgs auf dem Teppich bleibt…“.
Nach der langen Anreise nach Brandenburg gab es den ersten Schock: Der junge Mann hatte wohl ein wenig genascht und zeigte drei Kilo plus auf der Waage. Deshalb musste David in Lindow als erstes abtrainieren, um das Limit 75 Kilo zu schaffen. Dadurch zeigte er sich aber nicht geschwächt und überrollte im Halbfinale Eric Sachse (BC Görzig Fuhnel), für den nach 23 Sekunden das Aus kam. Davids Hakenserien hatten ihr Ziel gefunden. Im Endkampf musste der Essener gegen den technisch versierten, aus der Ukraine-Boxschule stammenden Marian Karagic (Leipzig) unter Beweis stellen, dass er nicht nur kämpferisch stark ist, sondern auch die Technik der Boxschule umsetzen kann. Mit 20:6Wertungspunkten gelang ihm ein überraschend klarer Punktsieg. Die Essener Boxfans können Bejenaru junior im Ring sehen: Auf Zeche Zoliverein steigt bei der Extraschicht am Samstag, 9. Juli, ab 18 Uhr, die Boxveranstaltung „Olympische (Box-)Träurne“.

rocky_bFoto: huwi

Glücklicher Box-Club Vogelheim: Die Trainer Franz-Josef Stahlschmidt (rechts) und Alexander Müller mit dem neuen Deutschen Meister David Bejenaru.

Artikel von huwi (veröffentlicht im “Wochenblatt Essen“ 07/2011)

Im Umfeld des Weltkulturerbes Zeche Zollverein und seinem „Zechenfest“ der Weltkulturhaupstadt Ruhr stellten sich die Amateurboxer vor.

Im Umfeld des Weltkulturerbes Zeche Zollverein und seinem  „Zechenfest“ der Weltkulturhaupstadt Ruhr stellten sich die Amateurboxer vor.

Zwölf Kämpfe versprach der Essener Sportbund zum bundesweiten „Tag der Integration“ im Boxstützpunkt der Stadt Essen und hielt Wort. Zehn Vereine – mit BC Steele, MTG Horst, i-defense und BC Vogelheim vier Essener – waren am Start, Kampf war Trumpf vor 200 begeisterten Boxfans. Die Show gehörte ihm, auch wenn er bei seinem Debüt im Boxring knapp nach Punkten scheiterte: David Spaccavento (BC Essen-Vogelheim) von der Technik des weltbekannten Aalto-Theaters. Der 28jährigewechselte für einen Tag in die Technik des Olympischen Boxens, wurde angefeuert von vielen Kollegen des Essener Theaters – darunter der Technische Direktor Daniel Kaiser – und dennoch reichte es nicht für einen Sieg. Der lange Mittelgewichtler scheiterte gegen den Remscheider Fighter Halit Görtürk an den eigenen Nerven, an fehlender Kondition für drei heiße Runden und kassierte neben der knappen Punktniederlage den „Preis für die beste Show“. Feierte er doch überschwänglich im Boxleistungszentrum der Stadt Essen im Stoppenberger Spartenring seinen Einstand, jubelte trotz der Niederlage und gewann die Sympathien der 200 Zuschauer zwar nicht mit seiner Boxkunst, dafür aber mit einer persönlichen Bühnenshow.

Der Boxnachwuchs beharkte sich, Auge um Auge, Schlag auf Schlag war die Devise zur Begeisterung der Fans. Die „harten Jungs“ aus zehn Vereinen darunter der BC Steele, der neue Essener Boxverein i-defense, Boxring Hilden, PSV Unna und vom Nachwuchs des Deutschen Mannschaftsmeisters Velberter BCstellten eindeutig Kampfeslust und Nehmerfähigkeiten unter Beweis. Es wurde aber auch technisch gut geboxt zum „Tag der Integration“: Ordentlich war das Debüt des Weltergewichtiers Elias Beniaros (BC Vogelheim), der Marten Wenzel vom PSVUnna nach Punkten besiegte. Technisch feines Boxen aus dem Lehrbuch zeigte die Mädchen Elvira Müller und Joana Siepmann. Sie stellten die vom Landesssportbund bereits gewürdigte Frauen-Boxschule des BC Essen-Vogelheim eindeutig unter Beweis. Beide wurden als Siegerinnen gefeiert. Das „Schlusswort am Sonntag“ sprach Ringarzt Dr. Fuhrmann: „Das Boxturnier war kämpferisch stark und spannend – ich bleib dennoch lieber beim Synchronschwimmen…“.

 

1 4
Lange linke Gerade“, das wäre David Spaccaventos Rezept zum Erfolg gewesen. Siegerpose trotz Niederlage. David Spaccavento vom Aalto- Theater, Iks. Ringrichter Uli Ziesche.
2 3
Volles Haus im Essener Boxzentrum in Stoppenberg. Kommen zwei Boxer geflogen: Mohamed Yaacoubi vom BCSteele als Retter.
5 6
Bester Kampf – Elias Beniaro (rechts) vom BCV Essen knapper
PS über Wenzel Martel (Unna). HUWIFOTOS
Feines Boxen aus dem Lehrbuch und beide sind Siegerinnen.
V. I. Elvira Müller, RR Sangen und Joana Siepmann.
GOHLFOTO

(veröffentlicht im „Sport in Essen“ 10/2010)

Am Hallo unter dem Motto „Gemeinsam aktiv – Familie und Sport“

Am Hallo unter dem Motto „Gemeinsam aktiv – Familie und Sport“. Auch ungewöhnliche Sportarten.

Stoppenberg. Der Essener Sportbund e.V. lud jetzt zur Zweiten Essener Sportbörse in die Sporthalle Am Hallo. Rund 200 Sportbegeisterte kamen der Einladung nach und informierten sich über die Angebote der Sportvereine an 20 Aktionsständen.
Der Essener Sportbund e.V., die Essener HSG Am Hallo e.V. und die AWo Stoppenberg veranstalteten die Börse unter dem Motto „Gemeinsam aktiv – Familie und Sport“. Und für Jung und Alt war ein buntes Programm zusammengestellt worden. Von Fußball über Boxen und Judo bis Tanzen stellten sich 17 Sportvereine vor. Auf einer Aktionsfläche in der Mitte der Halle zeigten die Sportler der Vereine Kostproben ihres Könnens und luden zum Mitmachen ein.

Großer Erfolg

„Die Sportbörse hatte 2009 einen so großen Erfolg, dass sie auf Wunsch der Sportvereine dieses Jahr wiederholt wurde“, sagt Ingrid Obst, die 2. Vorsitzende des TC Stoppenberg. Für die Vereine sei die Sportbörse eine „einmalige Möglichkeit“, sich vorzustellen und neue Mitglieder zu gewinnen. Das sei besonders wichtig in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen.
Gerade die ungewöhnlichen Sportvereine hofften, mit ihrem Programm auf interessenten zu stoßen. Der Tanzverein „Assindia Star Dancers“

konnte zwar nicht mit einer Vorführung seines „American Square Dance“ aufwarten, versprach aber, im nächsten Jahr eine Choreographie vorzuführen. Dieses Mal wurden nur Handzettel verteilt.

Eckehard Truglowski vom „Bürger-Schützenverein Gut- Schuss Stoppenberg“ wirbt für seinen Sport: „Der Schützen- sport braucht mehr Toleranz. Schützenvereine sind keine reinen Saufvereine, in denen

sich Schießwütige treffen.“ Es brauche mehr interessierte Jugendliche, die den Schützen- sport betrieben und dadurch gesellschaftsfähiger machten. Um diese Jugendlichen zu locken, hatte Truglowski ein

Lasergewehr dabei, mit dem man auf eine Zielscheibe schießen konnte.
Bettina Ansorge und Katja Birkelbach zeigten mit einer hochklassigen Partie Badminton, warum sie beim TSV

Stoppenberg als Jugendtrainerinnen engagiert sind. Für sie ist die Veranstaltung keine reine Pflicht: „Die Jugend braucht Sport, und Badminton ist dafür sehr gut geeignet, darum sind wir hier.“

bild_am_halloFoto: Michael Gohl
Nicht nur für harte Jungs: Elvira Müller boxt gegen David-Catalin Beyenaru auf der Essener Sportbörse.

Artikel von Stefan Kreitewolf (veröffentlicht in “WAZ” 11.06.2010|)

“Hart auf Zart“ – Mädchen- und Frauenboxen beim BC Vogelheim

Dieser Sport ist auf dem Vormarsch. Langsam, aber sicher. Regina Halmich hat ihn in Deutschland populär gemacht und 2012 wird er erstmals olym­pisch: das Frauenboxen. Dennoch eilt ihm ein exo­tischer Ruf voraus. Wie selbstverständlich junge Frauen sich aber heute in diesem Sport beweisen, zeigt ein Besuch beim Box-Club Vogelheim.
In der Trainingshalle des Boxclubs im Essener Norden geht es rund. Wer intensives Training erleben will, ist hier richtig. Das Tolle: alle sind mit voller Leiden­schaft bei der Sache. Unter den etwa 30 aktiven, die an diesem Abend hier trainieren, sind auch sechs Mädchen und junge Frauen. Sie schenken sich im freien Sparring nichts. Schlag auf Schlag geht es un­ter den Augen der Trainer zur Sache.„Mich fasziniert der Körpereinsatz“, erklärt die 16-jährige Elvira Müller mit leuchtenden Augen. Die durchtrainierte, vielleicht ein Meter fünfzig große Boxerin sprüht förmlich vor Dynamik. Für sie ist der Sport selbstverständlich. Ihr Vater ist Trainer im Club und ihr Bruder boxt ebenfalls. Allerdings sieht sie in ihrem Sport auch ganz handfeste Vorteile: „Ich bin klein, da will ich mich wehren können“, un­terstreicht sie, „außerdem will man als Mädchen gut aussehen und Boxen ist vorteilhaft für die Figur.“ Der Erfolg ist ihr anzusehen…Frauenboxen hatte keinen leichten Stand in der Sportgeschichte. Erst 1995 wurde es in den deut­schen Amateur-Boxverband (das Amateur wurde in­zwischen gestrichen) aufgenommen und 2012 wird es in London erstmals olympisch sein. Derzeit sind 10.900 von 67.100 registrierten Mitgliedern weiblich. Rund 300 Frauen nehmen aktiv an Wettkämpfen teil.

Integration: Beim BC Vogelheim selbstverständlich

Die Boxregeln unterscheiden sich nicht wesentlich vom Männerboxen, lediglich sind im Wettkampf die Runden kürzer und man benötigt keinen Tiefschutz. Brustschutz ist möglich.

„Von unseren rund 70 Mitgliedern sind zehn Prozent Mädchen“, erläutert Franz-Josef Stahlschmidt, der 1. Vorsitzende des BC Vogelheim, „und 80 Prozent Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.“ Integra­tion ist in diesem Club selbstverständlich. „Es ist doch ganz gleich, wo jemand herkommt und wel­che Religion man hat“, sagt Stahlschmidt. „Haupt­sache, er/sie kann etwas. Momentan sind mit Alexander Schunkow und Alexander Müller zwei Trainer aus der Ukraine beim BC Vogelheim tätig.  Alexander Müller ist mittlerweile Geschäftsführer.” Integration wird so gelebt – im und außerhalb des Sports.

Gelebte Integration

Karina Schunkova bestätigt: “Hier im Club steht der Sport im Mittelpunkt und nicht, woher man kommt.” Die 13-jährige Boxerin steht ihrer Clubfreundin Elvira an Energie und Ausstrahlung in nichts nach. “Beim Boxen k ann man alles trainieren. Schnelligkeit, Kondition, Strategie”, kommt es wie aus der Pistole geschossen.  “Es ist auch interessant, gegen Jungs zu boxen, weil man seine Grenzen kennenlernt und sich beweisen kann.”

“Insbesondere die Mädchen brauchen unsere volle Aufmerksamkeit”, erklärt Alexander Müller, “sie wollen gesehen werden, wenn sie zeigen, was sie drauf haben.” Jungs seien da anders. Wer den Trainern bei der Arbeit zuschaut, spürt diesen Unterschied jedoch kaum. Denn sie sind voll bei der Sache, ganz gleich, ob beim Anfänger oder dem “Profi”, bei männlichen oder weiblichen Sportlern. Wie sich die Zeiten geändert haben, zeigt, welches Boxidol die Mädchen des BC Vogelheim wählen: Weltmeisterin Ina Menzer. Die Mönchengladbacherin stammt übrigens aus Kasachstan…

Text und Fotos: Michael Stephan

(veröffentlicht in “Wir im Sport” 05.2010|JUGEND)